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Kontaktformulare gehören seit Jahren zum Standard im Online-Marketing von Immobilienmaklern. Fast jede Website, jede Projektseite und jede Anzeige führt zu einem Formular, das Interessenten ausfüllen sollen.
In der Praxis zeigt sich jedoch immer häufiger, dass die Conversion Rate besonders auf mobilen Endgeräten schlecht ist, obwohl ein Großteil der Seitenaufrufe per Handy erfolgen.
Was mit simplen Chat-Widgets auf der Website angefangen hatte, wurde inzwischen fast gänzlich von einer WhatsApp-Conversion abgelöst. WhatsApp-Buttons zur Kontaktaufnahme versprechen deutlich mehr Anfragen als klassische Formulare. Der Grund dafür liegt im Verhalten der Nutzer und der Auswirkung auf die digitale Kundenreise.
Wer versteht, wie und warum WhatsApp-Buttons funktionieren, revolutioniert seine Leadgenerierung.
Jede zusätzliche Eingabe kostet Anfragen
Ein Kontaktformular wirkt auf den ersten Blick einfach. In der Realität verlangt es vom Interessenten mehrere Schritte:
- Formular öffnen
- Felder ausfüllen
- Absenden
- auf Antwort warten
Die Zielsetzung einer Kontaktmöglichkeit ist es, dem Nutzer unter Aufwand von möglichst wenig „Energie“ – also Nachdenken und Grübeln – die Übermittlung des Interesses zu ermöglichen. Jeder Schritt und jede Überlegung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer abspringt.
Besonders auf dem Smartphone werden Formulare schnell als umständlich empfunden. Die Webseiten sind meist für Desktopversionen gestaltet, wodurch die Anzeige weniger intuitiv ist, extra herumgescrollt und mehr getippt werden muss.
Ein WhatsApp-Button reduziert diese Hürde drastisch. Ein Klick reicht, und der Chat öffnet sich direkt. Der Interessent kann sofort schreiben, ohne persönliche Daten in ein Formular einzutragen, denn WhatsApp Name und Telefonnummer werden automatisch übermittelt. Alles weitere, kann später erfasst werden.
Im direkten Vergleich sind bei der Kontaktaufnahme über ein klassisches Anfrageformular mit vollem Namen, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer sowie der Zustimmung zur Datenverarbeitung und Absenden der Anfrage rund 50 Klicks durch den Interessenten notwendig.
Bei Anfragen über einen WhatsApp Kontaktknopf sind es, ohne Ausnahmen, drei Klicks und somit knapp 95 % weniger Tippaufwand. Dazu kommt noch der geringere Orientierungsaufwand durch die gewohnte WhatsApp Nutzungsoberfläche im Vergleich zu einer fremden Website.
Der psychologische Vorteil von WhatsApp
Ein weiterer Vorteil von WhatsApp-Kontaktanfragen ist die psychologische Einstellung zum Chat im Vergleich zu Anfragen mit unklaren Empfängern. Der Nutzer hat das Gefühl eine Konversation eröffnet, statt einen Anfrageprozess angestoßen zu haben. Dieser Effekt kann in manchen Fällen eine gewisse Hürde darstellen, jedoch kann in dieser Hinsicht gleichzeitig als eine Art der Vorqualifizierung betrachtet werden.
Nutzer gehen in der Erwartungshaltung an den Kommunikationsweg oftmals von sich selbst aus. Deswegen wird bei einer Anfrage die vermutlich als E-Mail „irgendwo“ landet davon ausgegangen, dass sie erst nach einiger Zeit gesehen und bearbeitet wird, weil man selbst auch die E-Mails nicht ständig im Blick hat. Im Gegensatz dazu sieht man es sofort, wenn eine neue WhatsApp Nachricht kommt und deswegen besteht auch die Erwartung, dass man schnell gesehen wird, wenn man über WhatsApp kommuniziert.
Der Hintergedanken der schnellen „Belohnung“ für die WhatsApp-Anfrage im Gegensatz zum Gedanken, dass man jetzt erste den ersten Schritt eines vielleicht mehrtätigen, E-Mail-basierten Prozesses anstößt, sorgt ebenfalls dafür, dass die Aktion der Anfrage eher zu Ende geführt wird.
Ein Impuls reicht für die Kontaktdaten
Bei der klassischen Kontaktaufnahme über Formulare bringt der erste Interessensimpuls Nutzer im Normalfall erst von der Leadquelle, zum Beispiel Instagram zum Formular. Dann entscheidet die „Lead-Conversion-Rate“, also die Anzahl der Personen die auf die Leadquelle, zum Beispiel eine Werbung, klicken, und dann auch wirklich aktiv werden und eine Anfrage stellen.
Diese Zahl ist oftmals eine einstellige Prozentzahl, die zeigt, dass viele Leads beim Formular abspringen und somit verloren sind.
Anders sieht es bei WhatsApp-Buttons aus. Der erste Impulsklick bringt Interessenten bereits in den Chat mit einer bereits vorgetippten Nachricht oder verfügbaren Eisbrechern, die zum Starten der Unterhaltung nur angeklickt oder abgesendet werden müssen. Ab dem Moment sind Telefonnummer und der WhatsApp-Benutzername übermittelt. Das bedeutet, dass selbst wenn der Nutzer nach zwei Klicks das Interesse verliert, trotzdem Kontaktdaten und die Zustimmung zur Beantwortung der Anfrage vorhanden sind.
WhatsApp-Buttons ermöglichen somit trotz kurzen Aufmerksamkeitsspannen der Leads eine Erfassung zur weiteren Bearbeitung.

Nutzer sind Messenger gewohnt
Ein weiterer Grund für höhere Conversion liegt im Alltag der Nutzer. Messenger sind die meistgenutzten Apps am Smartphone und werden von durchschnittlichen Nutzern in Deutschland 21-mal pro Tag geöffnet. Dieses Verhalten überträgt sich auch auf geschäftliche Kommunikation.
Ein großer Teil des digitalen Nutzungserlebnisses sind immer noch für Desktopbrowser ausgelegt und wurden für Smartphones zwar benutzbar, aber nicht reibungslos gestaltet. Das spießt sich mit der Realität, dass inzwischen rund 70 % der Immobilienanfragen über mobile Endgeräte gestellt werden.
Eine WhatsApp-Nachricht zu senden, fühlt sich normal an. Ein Formular auszufüllen, fühlt sich nach Arbeit an. Wenn ein Interessent zwischen zwei Möglichkeiten wählen kann, entscheidet er sich oft für die, die vertraut und bequem wirkt.
Das gilt besonders, wenn der Nutzer am Smartphone:
- beim Scrollen durch Social Media
- beim Betrachten eines Inserats
- beim Vorbeigehen an einem Baustellenplakat
- Beim Surfen und Besuchen der mobilen Websiten
In diesen Momenten ist ein Chat deutlich wahrscheinlicher als ein ausgefülltes Formular.
Echtzeit-Kommunikation hält das Interesse warm
Durch die Kontaktaufnahme in WhatsApp, einem perfekten Kanal für Automatisierung, kann sofort auf die Antwort reagiert werden.
Natürlich können auch E-Mails automatisch beantwortet werden, jedoch dauert die Verarbeitung der Eingehenden und Zustellung der neuen E-Mail im Normallfall mindestens 1-2 Minuten. Da hat der Interessent das E-Mail-Postfach bereits geschlossen und sieht die Nachricht erst am nächsten Tag, wenn er wieder hineinschaut.
Auf WhatsApp kommen automatisierte Antworten innerhalb von drei bis sieben Sekunden und selbst wenn der Interessent den Chat bereits verlassen hat, wird er durch eine Benachrichtigung sofort wieder in die Interaktion gezogen.
Umso länger mit einem Objekt interagiert wird, desto größer wird die emotionale Bindung dazu. Der beste Zeitpunkt damit anzufangen, ist immer im Moment des ersten und größten Interesses.
Beispiele für automatisierte Nachrichten sind:
- Objektinformationen (Text, Bilder, Videos & 360 Grad Rundgang)
- Exposéverand
- Besichtigungstermin buchen
- Rückfragen zu Suchkriterien
- Mindestanforderung: Eine Begrüßungsnachricht
Wenn der Chat vom Makler persönlich weitergeführt wird, ist es eine Fortsetzung der bestehenden Unterhaltung und nicht ein kompletter Neustart wie bei einem Anruf.
WhatsApp-Buttons auf der Website
Die Verwendung von WhatsApp als Kontaktkanal ist besonders auf mobil genutzten Medien reibungslos und effizient. Nachdem inzwischen knapp 2/3 der Internetnutzung mobil erfolgt, macht es jedoch Sinn, einen besonderen Fokus auf die Kundenreise über das Smartphone zu legen.
Für Makler gibt der Blick auf die Nutzungsstatistik der Website eine klare Antwort darauf, ob Interessenten viel über das Smartphone einsteigen und daher WhatsApp als primärer Kontaktweg angezeigt, oder nur als Option angeboten werden soll.
Stellen, an denen WhatsApp-Buttons auf der Website eingebunden werden kann sind:
- Beim oder Anstelle des allgemeinen Kontaktformulars,
- Im Header oder Footer,
- Im Kontaktbereich,
- Direkt auf der Objektseite.
Klick-zu-WhatsApp Werbungen
Sowohl Werbeanzeigen in Instagram, Faceboo, LinkedIn als auch Google-Werbungen können als sogenannte „Click-to-WhatsApp-Ads“ eingestellt werden. Das bedeutet, dass das Kampagnenziel die Neuaufnahme neuer Chats durch die Zielgruppe ist und man durch einen Klick auf die Werbung statt auf der Website oder in einem Formular direkt im Chat mit dem Makler in WhatsApp landet.
Genaue Performancevergleiche finden Sie hier: Warum Klick-zu-WhatsApp-Werbungen besser funktionieren als Landing Pages.
Mehr Leads, mehr Chaos?
Mehr Anfragen bringen nur dann einen Vorteil, wenn sie auch sauber bearbeitet werden können. Mit der WhatsApp Business App und manueller Bearbeitung entsteht schnell Chaos.
Typische Probleme sind:
- Nachrichten bleiben unbeantwortet
- Daten werden nicht ins CRM übernommen
- Follow-ups werden vergessen
Eine professionelle WhatsApp-Lösung sorgt dafür, dass alle Chats zentral eingehen und automatisch zugeordnet werden.
Dadurch wird möglich:
- Reaktion in Echtzeit durch Automatisierung
- klare Zuständigkeiten
- automatische Dokumentation
- strukturierte Nachverfolgung
So können Makler skalierbar Leads verarbeiten und Anfragen entgegennehmen, ohne die Übersicht zu verlieren.
Fazit
Kontaktformulare waren lange der Standard in der Online-Leadgenerierung, passen aber immer weniger zum heutigen Nutzerverhalten. Ein Großteil der Immobilieninteressenten nutzt das Smartphone und ist es gewohnt, Nachrichten zu schreiben, statt Formulare auszufüllen. Jeder zusätzliche Klick erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eine Anfrage abgebrochen wird.
WhatsApp-Buttons reduzieren diese Hürde auf ein Minimum. Der Weg von der Anzeige zur Kontaktaufnahme benötigt 95 % weniger Klicks, die Umgebung ist vertraut und die Erwartung einer schnellen Antwort sorgt dafür, dass Interessenten eher aktiv werden. Dadurch lassen sich mit derselben Reichweite deutlich mehr Leads erzeugen.
Damit mehr Anfragen auch zu mehr Abschlüssen führen, braucht es jedoch eine professionelle Struktur hinter der Kommunikation. Mit einer zentralen, automatisierten und CRM-integrierten WhatsApp-Lösung können Leads in Echtzeit beantwortet, sauber dokumentiert und zuverlässig weiterverarbeitet werden.
Makler, die WhatsApp strategisch einsetzen, erhöhen nicht nur ihre Conversion, sondern gewinnen gleichzeitig mehr Kontrolle über ihre Kundenkommunikation.
Über tenably
tenably ist der erste Anbieter von spezialisierten WhatsApp Lösungen für die Kundenakquise und Objektvermarktung in der Immobilienbranche. Mit dem Firmensitz in Wien und auf europäischen Servern gehosteter Software ist tenably der ideale Partner für die DSGVO-konforme Umsetzung von WhatsApp Projekten der Immobilienbrache in der DACH-Region.
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Warum erzeugen WhatsApp-Buttons mehr Leads als Kontaktformulare?
WhatsApp-Buttons reduzieren die Hürde für die Kontaktaufnahme, weil kein Formular ausgefüllt werden muss. Ein Klick öffnet direkt den Chat, sodass Interessenten sofort schreiben können. Besonders auf dem Smartphone führt das zu höheren Conversion-Raten, da weniger Schritte nötig sind und die Kommunikation schneller beginnt.
Sind Kontaktformulare im Immobilienmarketing noch sinnvoll?
Kontaktformulare funktionieren weiterhin, führen aber oft zu niedrigeren Conversion-Raten, vor allem auf mobilen Geräten. Viele Interessenten brechen die Anfrage ab, wenn zu viele Felder ausgefüllt werden müssen. Messenger-Kontaktmöglichkeiten wie WhatsApp passen besser zum heutigen Nutzerverhalten und erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Anfrage.
Wie hilft WhatsApp bei der Leadgenerierung für Immobilienmakler?
WhatsApp ermöglicht einen direkten Einstieg in den Dialog, ohne dass der Interessent persönliche Daten in ein Formular eingeben muss. Dadurch entstehen mehr Erstkontakte, die später qualifiziert werden können. Makler können schneller reagieren, Fragen klären und Termine vereinbaren, wodurch mehr Leads zu echten Gesprächen werden.
Funktionieren WhatsApp-Buttons auch für Website und Immobilienanzeigen?
Ja, WhatsApp-Buttons können auf Websites, Landingpages, Projektseiten oder Social-Media-Anzeigen eingebunden werden. Interessenten können so direkt aus der Anzeige in den Chat wechseln. Besonders auf mobilen Endgeräten erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass eine Anfrage tatsächlich gestellt wird.
Was ist wichtig, damit viele WhatsApp-Anfragen nicht im Chaos enden?
Wenn viele Anfragen über WhatsApp kommen, braucht es eine strukturierte Bearbeitung. Ohne klare Zuständigkeiten, Dokumentation und Nachverfolgung gehen Leads schnell verloren. Eine professionelle Lösung sorgt dafür, dass Chats zentral eingehen, zugeordnet werden und später weiterbearbeitet werden können, damit mehr Leads auch zu Abschlüssen führen.







